vonSchwerin:Friedrich Wilhelm Ludwig von Schwerin (* 1862)

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FamilienWIKI - Familie von Schwerin


Friedrich von Schwerin

Friedrich Wilhelm Ludwig von Schwerin (* 2. April 1862 in Wustrau, † 14.2.1925 in Berlin), Regierungspräsident in Frankfurt/Oder heiratete am 14. Oktober 1913 in Grunau, Kreis Flatow Helene (Elko) Emma Klara Maria Freiin Knigge (* 3. Mai 1890 in Santen/Kurland, † 20. Januar 1966).

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Aus dem Dritten Nachtrag zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin, Unter Mitarbeit von Eberhard Graf von Schwerin-Friedelhausen im Auftrage des von Schwerinschen Familienverbandes herausgegeben von Hermann von Schwerin, Hauptmann a. D. Görlitz 1928:

Friedrich Wilhelm Ludwig besuchte vom Oktober 1876 ab das Französische Gymnasium in Berlin, bestand dort im April 1883 das Abiturientenexamen, studierte die Rechte im Sommer 1883 in Lausanne, vom Herbst 1883 bis Frühjahr 1886 in Berlin und wurde am 17. Juni Kammergerichtsreferendar. Vom 1. Oktober 1883 bis 30. September 1884 diente er als Einjährig-Freiwilliger im 2. Garde-Ulanen-Regiment in Berlin, wurde am 18. August 1885 Second-Lieutenant der Reserve, trat am 23. November 1898 zur Garde-Landwehr-Kavallerie über und erhielt am 19. November 1908 den Abschied mit dem Charakter als Rittmeister und die Erlaubnis zum Tragen der Landwehr-Armeeuniform.

Im Mai 1891 bestand er die zweite Staatsprüfung für den höheren Verwaltungsdienst, war als Regierungsassessor Hilfsarbeiter bei der Ansiedelungskommission für die Provinzen Westpreußen und Posen in Posen, wurde am 31. Juli 1896 mit der Verwaltung des Kreises Thorn beauftrag und am 29. März 1897 zum Landrat dieses Kreisen ernannt. Im Dezember 1902 wurde er Geheimer Regierungsrat und vortragender Rat (mit Allerhöchster Bestallung vom 16. April 1903) im Ministerium des Innern in Berlin und am 22. Juni 1907 Geheimer Oberregierungsrat. 1892 und 1898 begleitete er seinen Vater nach Palästina und bereiste 1902 Nordamerika. Am 2. September 1908 wurde er zum Regierungspräsidenten in Frankfurt a. O. ernannt, am 17. September 1909 auch zum Mitglied der Immediatkommission zur Vorbereitung der Verwaltungsreform berufen und am 15. Juli 1917 zum Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat ernannt. Nachdem er schon längere Zeit beurlaubt war, um seinen Vater in der Verwaltung von Wustrau zu unterstützen, schied er am 23. Mai 1919 endgültig aus dem Staatsdienst.

Seit dem 8. Februar 1897 war er Ehrenritter und seit dem 24. Juni 1902 Rechtsritter des Johanniterordens. Am 24. Mai 1900 erhielt er den Russischen St.Annen-Orden II. Klasse, am 12. März 1900 den Türkischen Osmanié-Orden III. Klasse, am 20. Dezember 1904 den Russischen St. Stanislaus-Orden II. Klasse, am 18. Januar 1905 den Roten Adler-Orden IV. Klasse, am 23. Juni 1905 das Ehrenkreuz II. Klasse des Schaumburg-Lippischen Hausordens, am 18. Januar 1907 den Kronen Orden III. Klasse, am 18. Januar 1910 den Roten Adler-Orden III. Klasse mit Schleife, am 5. Dezember 1911 das Komturkreuz des Mecklenburgischen Greifenordens, am 13. August 1912 den Kronen-Orden II. Klasse, am 21. Oktober 1916 die Rote Kreuz-Medaille III. Klasse, am 3. Januar 1917 den Roten Adler-Orden II. Klasse mit Eichenlaub, am 17. Januar 1917 das Eiserne Kreuz II. Klasse am weiß-schwarzen Bande.

Bekannt geworden ist Friedrich als bahnbrechender Förderer des Siedlungsgedankens, den er in Wort und Schrift vertrat.

Im Jahre 1910 gründete er in Frankfurt a. O. die Landgesellschaft Eigene Scholle. Als Gründer und Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation nahm er eine führende Stellung ein unter den Freunden der Siedlung und leitete die Konferenzen der Direktoren der gemeinnützigen Siedlungsgesellschaften. Er war Vorsitzender des Aufsichtsrats der Roggenrentenbank und der Landbank a. G. und gehörte dem Aufsichtsrat der Preußischen Pfandbriefbank an. Während seiner Frankfurter Amtszeit war er auch Vorsitzender des Kuratoriums des Diakonissenhauses Lutherstiftung zu Frankfurt a. O.

Dem Familienrat der von Schwerinschen Familienstiftung trat er 1891 als Mitglied bei. Seit 1906 war er stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Friedrich starb nach schwerem Leiden im Elisabethkrankenhaus in Berlin am 14. Februar 1925. Er wurde auf dem Wustrauer Friedhof beerdigt.

Eltern

Kinder

  1. Waltraud von Schwerin Locked.gif (* 26.10.1917 in Berlin-Schöneberg, † 1979)

Geschwister

  1. Louis Henning Bogislav von Schwerin (* 7. November 1863 in Wustrau, † 1933)
  2. Wilhelm Hans Albert von Schwerin (* 17. Juni 1866 in Wustrau, † 1946)
  3. Hans Bone von Schwerin (* 5. Oktober 1868 in Wustrau, † 1945)
  4. Albert Constantin von Schwerin (* 2. April 1870 in Wustrau, † 7. März 1956 in Tanzenhaid)
  5. Johanna (Anna) Caroline von Schwerin (* 1. März 1872 in Wustrau, † 1945)
  6. Hildegard (Hilda) von Schwerin (* 21. Mai 1880, † 6. August 1964)

Literatur

  • Dritter Nachtrag zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin, herausgegeben von Hermann von Schwerin im Auftrage des von Schwerinschen Familienverbandes, Görlitz 1928

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